Holland: Dauergrün für Radfahrer
Last Updated on Freitag, 9 April 2010 09:12 Written by admin Freitag, 9 April 2010 09:12
Schon etwas länger her, da habe ich auf Nrvp gelesen, dass in den Niederlanden untersucht wird, was Radfahrer an Ampelschaltungen so nervt: Wartezeit.
Kann ich verstehen
Lichtsignalanlagenplaner heißen die Burschen, die für die Ampelschaltungen verantwortlich sind. Und was haben niederländische Verkehrsexperten – DTV-Consultants – herausgefunden: Die Ampelplaner denken nicht an Radfahrer. Das müsste nicht extra herausgeforscht werden und ist nicht nur für Fahrradkuriere eine alltägliche Erfahrung.
In der Zeitschrift Fietsverkeer des Fietsberaad ( Fahrradrat ) werden mögliche technische Maßnahmen (Doppel-Grün, Immer-Grün, Grüne Welle) beschrieben.
“Radfahrer klagen seit langem über lange Wartezeiten an Ampeln und fahren deshalb oft bei Rot über Kreuzungen.”
“in großen Kommunen können durch solche Fahrtunterbrechungen -Ampelrot- jedoch bis zu 45 Sekunden pro Kilometer zusammen kommen.”
Die Verkehrsexperten vom DTV haben auch schon ein paar Tipps parat, wie sich das System verbessern liesse:
- Zweimal Grün für Radfahrer pro Ampelumlauf schalten (in Autoverkehrs-Spitzenzeiten Verzicht auf das zweite Radfahrergrün)
- Standardsierte Mehrfachanfrage parallel zum ÖPNV, dem Auto- und Fußgängerverkehr
- Einbau von Abstandsdetektoren
- Berücksichtigung linksabbiegender Radfahrer bei Grünphasen
- Berücksichtigung rechtsabbiegender Radfahrer durch Bau einer separaten Radverkehrsanlage (Ermöglichung des Rechtsabbiegens bei Rot für geradeaus fahrende Radler)
- Einführung von Grünen Wellen für Radfahrer
- Wartezeitverkürzung bei Rot
- Kürzere Umlaufzeiten
- Dauergrün (bei Abwesenheit anderer konfliktträchtiger Verkehrsmittel)
- Alle Radfahrer bekommen gleichzeitig Grün
Also ich wäre froh, wenn deutsche Verkehrsplaner sich auch mal Gedanken machen würden. Und ich nicht immer rot sehen müsste
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