Ernährungseinmaleins
Last Updated on Mittwoch, 19 Oktober 2011 10:45 Written by admin Montag, 26 September 2011 02:59
Im Schnitt verbraucht ein Fahrradkurier ( 75 Kilo ) etwa 750 Kalorien die Stunde. Zum Vergleich: Eine Tafel Schokolade hat etwa 563 Kalorien. Sinnvoll ist es allerdings nicht, 7 – 10 Tafeln Schokolade an einem Arbeitstag zu essen ![]()
Einen kurzen Überblick habe ich mal im Folgenden zusammengefasst. Natürlich nur ein grober Abriss. Nur, um sich mal bewusstzumachen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung gerade für körperlich hart arbeitende Menschen ist.
Fast jedes Essen enthält die drei Grundnährstoffe, Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energielieferanten. Sie nehmen wir vor allem zu uns. Nötig sind etwa 250 bis 400 Gramm pro Tag. Kohlenhydrate können gespeichert werden. Also wird am Vortag gut gegessen, ist die nötige Energie am nächsten Tag kein Problem.
Wichtige Kohlenhydratlieferanten sind: Kartoffeln, Brot, Teigwaren, Reis, Hülsenfrüchte und Zucker.
Eiweiß
Eiweiß ist die Grundlage unseres Körpers, die Basis aller Körperzellen. Wobei streng genommen die Bausteine des Eiweißes – die Aminosäuren – wichtig sind. Gleichzeitig wird Eiweiß auch für die Energiegewinnung genutzt. Allerdings nur für den sofortigen Verbrauch. Überflüssiges Eiweiß wird nicht gespeichert, sondern verbrannt. Bei Eiweiß spricht man in der Ernährungswissenschaft auch von der sogenannten Wertigkeit: Wobei tierische Eiweißprodukte recht hoch gewertert werden, da die zugrunde liegenden Aminosäuren, den unseren recht ähnlich sind.
Allerdings läßt sich erst durch die Kombination verschiedener Eiweißprodukte die Wertigkeit ausreizen. Besonders auch für Vegetarier interessant. Folgende Beispiele zeigen dies:
Hühnerei = Biologische Wertigkeit (BW) 100
Kartoffeln + Eier = BW 136
Weizen + Vollei = BW 118
Mais + Vollei = BW 114
Bohnen + Vollei = BW 108
Roggen + Milch = BW 100
Hirse + Soja = BW 100
Fett
Fett ist ein Energieträger und Energiespeicher: Was nicht gleich verbraucht wird, wird in Körperfett umgewandelt. Der Körper braucht etwa 40 bis 70 Gramm pro Tag. Diese Mindestmenge ist notwendig, da sonst fettlösliche Vitamine, wie A, D und E vom Körper nicht aufgenommen werden können. Außerdem kann der Körper auch einige ungesättigte Fettsäuren nicht selber herstellen.
Fett sollte nicht so reichhaltig gegessen werden, da es nicht so leicht verdaulich und das Verdauungssystem Kräfte abzieht: Mittagsschlafphänomen
Neben diesen Energie und Aufbaulieferanten gibt es natürlich noch einige andere Stoffe, die für die Gesundheit von Radlern sehr wichtig sind.
Vitamine
Vitamine sind organische Stoffe, die der Körper in sehr geringen Mengen braucht. Sie sorgen zum Beispiel für ein funktionierendes Immunsystem. Lediglich Vitamin D kann der Körper mit Sonnenlicht selber herstellen. Alle anderen müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.
Natürlich ist hier in allererster Linie Salat und Obst erster Lieferant. Wobei darauf zu achten ist, dass man hier regelmäßig mischt. Äpfel beispielsweise enthalten recht viele Vitamine, aber Eisbergsalat dagegen nur wenige. Als knackige Grundlage, ist er aber durchaus zu empfehlen. Vitaminübersicht
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind, wie die Vitamine, für den Körper lebensnotwendig. Allerdings sind sie, anders als die Vitamine, anorganische Stoffe. Sie werden ausschließlich über die Nahrung zu sich genommen und sind etwas resistenter als die Vitamine gegen Zubereitungsfehler. Allerdings wird mit Auskochwasser, oft einiges an Mineralien weggeschüttet. Mineralstoffübersicht
Spurenelemente
Spurenelemente ist eine Untergruppe der Mineralstoffe: Sie werden vom Körper in Mengen unter 100 mg am Tage benötigt.
Fazit: Es ist ein Binse, dass man sich eigentlich immer ausgewogen ernähren sollte. Aber vor allem heutzutage, wo Fastfood und Fertigkost die Esskultur unserer Gesellschaft bestimmen, sollte man sich öfter mal fragen: Was esse ich hier eigentlich und was ist da drin?
Und FahrradkurierInnen sollten sogar ein besonderes Interesse an diesem Thema haben, da die körperliche und mentale Belastung diese Berufes wirklich nicht gering ist. Und die Nahrung einen nicht unerheblichen Beitrag zum Wohlbefinden beiträgt. Neben der nötigen Energie für einen Arbeitstag, sorgt gutes Essen auch für Ausgeglichenheit. Mit zunehmenden Alter – und gutem Essen - brauche ich immer weniger den Stinkefinger