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	<title>Onlinekuriere &#187; Steuer und Konsorten</title>
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	<description>Infos für Fahrradkuriere und andere Fahrradfreaks</description>
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		<title>Fahrradkurierunternehmen gründen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 11:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Steuer und Konsorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Selbständigkeit in unserer Gesellschaft ist so eine Sache: Klingt toll und ist ist doch in Wahrheit oft nur eine Unterhöhlung des Solidarprinzips. Natürlich sind Fahrradkuriere von diesem Thema ganz besonders betroffen. Vor einem Jahrzehnt war es nicht nur ein cooler, sondern auch ein sehr lukrativer Job: Jeder konnte &#8220;nach seiner Facon&#8221; glücklich werden, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Flick Bild von JOSEPH W CARRILLO " src="http://farm3.static.flickr.com/2644/4094432104_9ee27542df_t.jpg" alt="" width="100" height="75" />Die Selbständigkeit in unserer Gesellschaft ist so eine Sache: Klingt toll und ist ist doch in Wahrheit oft nur eine Unterhöhlung des Solidarprinzips. Natürlich sind Fahrradkuriere von diesem Thema ganz besonders betroffen. Vor einem Jahrzehnt war es nicht nur ein cooler, sondern auch ein sehr lukrativer Job: Jeder konnte &#8220;nach seiner Facon&#8221; glücklich werden, weil es einfach genug zu tun gab.<span id="more-421"></span></p>
<p>Das hat sich inzwischen geändert: Wirtschaftskrise, schnelles Internet, starke Konkurrenz sind die wesentlichen Faktoren für mageren Verdienst.</p>
<p>Trotzdem gibt es immer noch Möglichkeiten gut zu verdienen. Ich habe bereits <a href="http://onlinekuriere.de/2010/02/fahrradkuriere-brauchen-neue-kunden/" target="_blank">in einem Artikel</a> beschrieben, wie Fahrradkuriere neue Geschäftszweige auftun können.<!--more--></p>
<p>Wenn man sich genauer damit beschäftigt, bekommt man sogar richtig Lust loszulegen.Ein Kollege von mir, hat sich mal die Mühe gemacht und ein ganzes Konzept ausgearbeitet. Andere Kollegen mit denen ich spreche, haben ebenfalls jede Menge guter Ideen.</p>
<p>Aber da ist die der alltäglichen physischen Geschwindigkeit diametral entgegengesetzte psychische Trägheit. Auch verständlich.</p>
<p>Ein paar allgemeine Tipps für Leute, die mit dem Gedanken spielen, sich von einer Zentrale unabhängig machen, habe ich mal gesammelt.</p>
<p><strong>10 Schritte zur Selbständigkeit</strong></p>
<ol>
<li><strong>Will ich wirklich unternehmerisch selbständig sein?</strong><br />
Als Fahrradkurier ist man zwar auf dem Papier selbständig, gibt aber in der Regel viele Verantwortlichkeiten -Marketing, Beschwerdemanagement usw. &#8211; an eine Zentrale ab. Diese Dinge muss man bei einem eigenen Unternehmen selber wuppen. Grundkenntnisse in Buchhaltung, Kalkulation, BWl sollte man erwerben. Wenn man  Familie hat, muss diese mitspielen.</li>
<li><strong>Was ist die Geschäftsidee?</strong><br />
Fahrradkuriere gibt es ein masse. Daher muss ein neues Unternehmen auch etwas Besonderes bieten. Einen Lieferservice, einen Geschenkedienst oder was auch immer. Es muss sich jedenfalls als einzigartig verkaufen lassen. Marketing ist (fast) alles. Kunden müssen gefunden und befragt werden. Wettbewerber müssen analysiert werden, um die richtigen Preise und das Alleinstellungsmerkmal zu finden.</li>
<li><strong>Nicht alles selber machen!</strong><br />
Die örtlichen Handelskammern bieten oft Hilfen an: Über eigene Berater, Gründingsseminare, Netzwerken und, und, und. Es gibt immer Bereiche in einem Unternehmen, die man selber nicht so gut kann oder der Arbeitsaufwand unverhältnissmäßig groß ist. Externe Experten sind die bessere Wahl. Das kostet zwar, lässt aber einem die Zeit, die Dinge zu tun, die man gut kann. Natürlich sind Teamgründungen mit unterschiedlichen Begabungen auch eine gute Möglichkeit.</li>
<li><strong>Förderungsmöglichkeiten ermitteln</strong><br />
Es gibt unterschiedliche Fördermodelle: Und zwar grundsätzlich auf europäischer, auf bundesdeutscher und auf regionaler Ebene. Auch hier ist die Handelskammer erster Ansprechpartner.</li>
<li><strong>Businessplan.</strong><br />
Klingt langweilig. Ist es auch manchmal. Aber tatsächlich gibt es Excel-Vordrucke, die einem ein bisschen Arbeit abnehmen. Außerdem ist der Businessplan nichts weiter als eine nüchterne Abschätzung des eigenen Vorhabens. Grobkonzept ist:</p>
<ul>
<li>Erläuterung der Geschäftsidee</li>
<li> Fachlichen Qualifikationen</li>
<li> Beschreibung der Dienstleistung</li>
<li> Beschreibung der Kunden und der Konkurrenten</li>
<li> Personalplanung</li>
<li>Preis</li>
<li>Werbemaßnahmen</li>
<li>Rechtsform</li>
<li>Chancen und Risiken</li>
<li>Kapitalbedarf</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Gründungskapital oder Wie komme ich die erste Zeit über die Runden?</strong><br />
Eine ganz wichtige Frage: Wie viel Geld wird pro Monat benötigt? Material, Büroausstattung, Mietkaution, Fahrräder, Ersatzteile, Webauftritte, spezielle Software usw. muss finanziert werden. Und nicht nur das: Außerdem gibt es noch die privaten Kosten für Miete, Lebensmittel usw. Es gilt: Alles haarklein auflisten und dann schlucken, ob des monatlichen Endbetrages. Auf diesen sollte man sogar noch etwas aufschlagen: 10% als Sicherheitspuffer. Diesen Betrag mal 6 und man weiß, was zumindest auf dem Konto sein sollte für das nächste halbe Jahr. Zum anderen ist dieser Betrag auch die Grundlage für die Preiskalkulation.</li>
<li><strong>Wo bekomme ich das Geld her?</strong><br />
Wenn nicht genug Geld auf der hohen Kante ist &#8211; was vermutlich die Regel ist &#8211; müssen andere Quellen aktiviert werden: Wer würde privat Geld leihen (auf jeden Fall schriftlich fixieren!)?<br />
Vielleicht gibt es jemanden, der sich als Gesellschafter beteiligt. <em>Handelskammer nachfragen.</em><br />
Kredite bei Banken und Sparkassen erfragen. Diese sind oft verknüpft mit Förderprogrammen von Bund und Ländern. <em>Auch hier weiß die Handelkammer Bescheid.</em></li>
<li><strong>Formalitäten und Steuer</strong><br />
Auch so ein Leider-Leider-Thema. Trotzdem: Bestimmte Rechtformen müssen eingetragen werden, besondere Dienstleistungen &#8211; z.B. Essen, Medizin, Personentransport &#8211; müssen beantragt werden. Außerdem sind da noch die steuelichen Hürden: Dies kann man direkt mit dem Finanzamt oder mit einem Steuerberater klären.</li>
<li><strong>Persönliche und betriebliche Absicherung.</strong><br />
Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit und Unfall kommen ungelegen, aber sie kommen;-) Daher entweder Augen zu und durch, nach dem Motto &#8221; Mir passiert schon nichts&#8221; oder eine Aufstellung der persönlichen Bedürfnisse erstellen. Auf dieser Basis dann die eigene Krankenkasse ansprechen. Natürlich auch die Angebote anderer Kassen checken. Eine Arbeitslosenversicherung gibt es in eingien Fällen bei der Agentur für Arbeit. Für die Altersvorsorge kann man bei der Deutschen Rentenversicherung, der regionalen Verbraucherzentrale und bei der Stiftung Warentest recherchieren. Für die Risikovorsorge im Unternehmen gibt es eine Vielzahl von Angeboten. Sinnvoll ist in jedem Fall, mal in sich zu gehen und eine genaue Liste zu erstellen. Mit drei Prioritäten: Muss sein, wäre wichtig, wäre schön. Mit dieser wird dann das Angebot gesichtet.</li>
<li><strong>Nach der Gründung ist vor der Gründung</strong><br />
Nach dem Start gibt es neue Aufgaben: Die Konkurrenz schläft nicht, neue Kunden müssen gewonnen werden, der Betrieb wird hoffentlich größer, usw. Stehenbleiben ist nicht. Daher ist es wichtig seinen Betrieb immer wieder selbstkritisch zu durchleuchten. Und vielleicht sogar extern durchleuchten zu lassen. So bleibt man beweglich und konkurrenzfähig.</li>
</ol>
<p>Ein paar Links zum Thema:</p>
<p><a href="http://www.foerderland.de/394+M5af3aed8b70.0.html" target="_blank">Förderland</a></p>
<p><a href="http://www.berufszentrum.de/artikel_0803.html" target="_blank">Berufszentrum</a></p>
<p><a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Mittelstand/existenzgruendung,did=310128.html" target="_blank">Bundesministerium Wirtschaft/Technologie</a></p>
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